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BARRIEREFREI

Kartenlegen

Von einfachen - über komplexeren - zu Ihren eigenen
Legemustern


1. Beziehungsfrage allgemein

Bei dem folgenden Legemuster benötigen Sie den gesamten Kartenstapel. 

Mögliche Frageformulierung:
Wie steht es um meine Ehe?
Wie bewerten die Karten meine Beziehung zu xy?
Was sagen die Karten zu meiner Partnerschaft?

Legemuster 1:

Schritt 1: Mischen Sie den Kartenstapel. Es ist Ihnen überlassen, wie Sie die Karten mischen. Konzentrieren Sie sich dabei auf den Menschen, von dem die Frageangelegenheit handelt.
Schritt 2: Dieses Legemuster sieht wie folgt aus:

X1 X2 X3
X4 X5 X6

Nehmen Sie die erste Karte von oben und legen Sie auf die Position X1. Sagen Sie dabei laut (oder leise für sich): 

Das liegt in der Vergangenheit. (für X1)

Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis alle sechs Karten des Legemusters aufgedeckt vor sich haben. Dabei sagen Sie immer laut (oder leise) die Aussage hinter den einzelnen Karten:

Das liegt in der Gegenwart. (für X2)
Das liegt in der Zukunft. (für X3)
So steht mein Partner zu mir. (X4)
So stehe ich zu meinem Partner. (X5)
Darum geht es momentan in unserer Beziehung. (X6)

Legemuster 2:

Mischen Sie den Kartenstapel und gehen ebenso, wie in meinem ersten Beispiel vor. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Partner und formulieren Sie die einzelnen Aussagen zu den jeweiligen Karten. Für xy setzen Sie den Namen Ihres Partners ein. 

X1 X2
X5
X3 X4
X6

X1: So fühlt xy.
X2: So denkt xy.
X3: Das fühle ich.
X4: Das denke ich.
X5: Das ist momentan Thema unserer Beziehung.
X6: Das kommt auf uns zu.

2. Allgemeine Legungen zu Ausbildung und Beruf

Legemuster 1:

Mögliche Fragestellung: Was sagen die Karten zu meiner beruflichen Situation?

X1 X2 X3 X4
X5 X6 X7
X8 X9 
X10

X1: Das liegt in der Vergangenheit.
X2: Hier liegen die Schwierigkeiten.
X3: Das wird für mich hilfreich sein.
X4: Darauf sollte ich achten.

X5: Hier liegen meine Chancen.
X6: Darauf sollte ich nicht setzen.
X7: Das bringt mich weiter.

X8: Das kommt auf mich zu.
X9: So wird es mir dabei gehen.

X10: Das sollte ich konkret tun.

Legemuster 2: 

Mögliche Fragestellung: Was kann ich tun, um beruflich erfolgreicher zu sein?

X1 X2
X3 X4
X5 X6
X7

X1: Das liegt in der Vergangenheit.
X2: Das hat mich blockiert.

X3: Das ist die momentane Situation.
X4: Damit sollte ich jetzt rechnen.

X5: So wird es sich entwickeln.
X6: So wird es mir dabei gehen.

X7: Das sollte ich konkret tun. 

3. Allgemeine Legungen zu gesundheitlichen Fragen

Legemuster 1:

Fragestellung: Wie steht es um meine Gesundheit?

X1 X4 X6
X2 X5
X3 

X1: So fühle ich mich.
X2: Das liegt im Hintergrund.
X3: Hier liegen mögliche Gefahren.

X4: Das sollte ich für mich tun.
X5: Darauf sollte ich nicht setzen.

X6: Das kommt auf mich zu.

4. Weitere Legemuster

Legemuster 1:

Mögliche Frage: Was kann ich tun, um meine Beziehung zu retten? Wie kann ich mein berufliches Ziel erreichen? Wie verbessert sich meine gesundheitliche Situation?

X1
X2 X3
X4

X1: Das liegt im Hintergrund.

X2: Darauf sollte ich setzen.
X3: Darauf sollte ich nicht setzen.

X4: Damit sollte ich rechnen.

Legemuster 2:

Mögliche Fragen: 

Was kommt in dem nächsten Monat beruflich auf mich zu? 
Wie wird sich in dem nächsten halben Jahr meine Beziehung verändern? 
Worauf sollte ich in der nächsten Woche achten, um meine Gesundheit zu schonen?

X1 X2
X3 
X4 X5

X1: Das liegt vor mir.
X2: So wird es mir dabei gehen.

X3: Das sollte ich konkret tun.

X4: Darauf sollte ich nicht setzen.

X5: Darin besteht die Chance. 

5. Ausführliche Legungen

Jetzt wird Ihnen wahrscheinlich das Bild in den Kopf kommen, wie die Kartenlegerin vor dem komplett ausgebreiteten Kartenstapel sitzt, von rechts nach links, von oben nach unten und diagonal die einzelnen Karten betrachtet und analysiert. Ich werde Ihnen eine andere Möglichkeit vorstellen, wie Sie umfassende Antworten und Aussagen erhalten.

Schritt 1: Nehmen Sie sich Zettel und Stift zur Hand. Nehmen Sie sich die Zeit und die Ruhe, um genau über Ihre Fragen zu einem Thema nachzudenken. Machen Sie sich darüber Gedanken, wie Sie Ihre Fragen formulieren können, um möglichst hilfreiche und aufschlussreiche Antworten zu bekommen. Schreiben Sie Ihre Fragen auf den Zettel untereinander und nummerieren Sie sie. 

Hier ein Beispiel, wie Ihre Fragen aus dem partnerschaftlichen Bereich aussehen könnten:

1. Das liegt in der Vergangenheit.
2. Das wirkte positiv.
3. Das wirkte negativ.
4. Das lag im Hintergrund.

5. Das ist momentan Thema unserer Beziehung.
6. So fühlt mein Partner.
7. Das denkt mein Partner.
8. Das wünscht sich mein Partner von mir.
9. Das erwartet mein Partner von unserer Beziehung.

10. So fühle ich.
11. Das denke ich.
12. Das wünsche ich mir von meinem Partner.
13. Das erwarte ich von unserer Beziehung.

14. So wird sich unsere Beziehung entwickeln.
15. Das wird sich positiv auf unserer Beziehung auswirken.
16. Das wird sich negativ auf unsere Beziehung auswirken.
17. Dahin führt die Beziehung.
18. Das sollte ich konkret tun.
19. Darauf sollte ich nicht setzen.
20. Damit sollte ich rechnen.

Diese 20 Aussagen sollen Ihnen als Anhaltspunkt dienen. Sie können diese Liste beliebig kürzen, erweitern oder umformulieren. Es kommt immer auf das Fragethema und auf Ihre Erwartungen an. 

Schritt 2: Mischen Sie den gesamten Kartenstapel und konzentrieren Sie sich dabei auf das Fragethema. 

Schritt 3: Nehmen Sie die oberste Karte des Stapels und decken Sie die Karte vor Ihnen auf. Sagen Sie dabei laut (oder leise für sich), Ihre erste Aussage, welche Sie sich notiert haben.

Schritt 4: Notieren Sie sich auf Ihrem Zettel neben der ersten Frage, welche Karte Sie gelegt haben. Beispielsweise Herz 7 oder Kreuz König. 

Wenn Sie nicht mehr genau wissen, welche Bedeutung die gezogene Karte hat, ist das nicht schlimm. Schauen Sie zu dem jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht nach. Es spielt im Moment noch keine Rolle. Der Deutung können Sie sich in Ruhe widmen, wenn Sie alle Karten gelegt haben.

Schritt 5: Mischen Sie die vorher gezogene Karte wieder dem Stapel unter. Konzentrieren Sie sich erneut auf das Fragethema und mischen die Karten nochmals durch. 

Es spielt keine Rolle, wie lange oder auf welche Art und Weise Sie die Karten mischen. 

Schritt 6: Decken Sie erneut die oberste Karte auf, während Sie die Aussage Nummer Zwei aufsagen. Notieren Sie sich auch diese Karte hinter dem entsprechenden Punkt auf Ihrem Zettel.

Schritt 7: Gehen Sie so alle Punkte durch. Mischen Sie die aufgedeckte Karte immer in den Stapel zurück. 

Schritt 8: Wenn hinter jedem Punkt die entsprechende Karte notiert ist, können Sie sich in aller Ruhe mit der Bedeutung der einzelnen Karten vertraut machen. Ich empfehle Ihnen, sich hierfür auf einen anderen Blatt Papier Notizen zu machen. Am Ende haben Sie so einen Deutungstext, welchen Sie sich nochmals durchlesen und verinnerlichen können.

Das Fragethema spielt dabei keine Rolle. Analysieren Sie nach der gleichen Vorgehensweise Ihre berufliche Situation, Reisepläne, den anstehenden Umzug oder größere finanzielle Ausgaben. 

6. Eigene Legemuster

Besonders wenn Sie die Karten oft zu dem gleichen Thema befragen, ist es sehr hilfreich, wenn Sie ein eigenes Legemuster haben und benutzen. Erstens gehen Sie so sicher, dass Sie die Antworten erhalten, welche Ihnen wichtig sind und zweitens wird es Ihnen dabei helfen, die Entwicklung über einen gewissen Zeitraum nachvollziehbarer zu machen. 

Alles, was Sie oder ein anderer Mensch tut, kann sich unmittelbar auf die Tendenzen in einer Frageangelegenheit auswirken. Daher können Sie durchaus täglich die Karten zu einem bestimmten Thema befragen. 

Natürlich sollten Ihnen die Aussagen der Karten nicht als Anweisungen oder Leitfaden dienen. Sie sind ein eigenständig handelnder und denkender Mensch. Ich möchte diese Problematik gern hier ansprechen, da viele Menschen, besonders am Anfang, sehr euphorisch darauf reagieren, dass die Voraussagen oder Ratschläge der Karten zu dem gewünschten Erfolg führen. Davon darf sich aber kein Mensch abhängig machen. Wenn Sie beispielsweise täglich die Karten befragen, wie Sie Ihre verlorene Liebe wiedergewinnen können, werden Sie viel Zeit und Kraft investieren und vielleicht den „richtigen Partner“ vorüberziehen lassen. 

Deshalb empfehle ich Ihnen, in regelmäßigen Abständen, die allgemeinen Legungen durchzuführen. Dort wird Ihnen unter Umständen schon angezeigt, dass Sie Ihr Glück ganz woanders finden.

Schritt 1: Um Ihr eigenes Legemuster zu erstellen, formulieren Sie zunächst zwei bis vier prägnante Stichpunkte. 

Beispiel: 

1. Mit diesen Gefühlen sollte ich rechnen.
2. Das kommt auf mich zu.
3. Das sollte ich konkret tun.
4. Diese Aussichten hat mein Vorhaben.

Schritt 2: Formulieren Sie anschließend mindestens zwei Aussagen aus der Vergangenheit.

Beispiel:

1. So habe ich mich bislang gefühlt.
2. Davon bin ich bislang ausgegangen.

Schritt 3: Formulieren Sie eine oder mehrere abschließende Aussagen. 

Beispiel:

1. Das sollte ich bedenken.
2. Das wird mich begleiten.

Schritt 4: Machen Sie sich Gedanken über den Stellenwert der einzelnen Aussagen und denken Sie über eine sinnvolle Strukturierung nach. Dabei dürfen Sie sich gern von Ihrer Intuition leiten lassen. Es handelt sich um Ihr Legemuster. Es ist wichtig, dass Sie sich selbst die Anordnung der einzelnen Karten erarbeiten. Zeichnen Sie sich ein Schema, experimentieren Sie mit verschiedenen Möglichkeiten. Wenn Sie ganz genau wissen, warum Sie welche Karte an welche Stelle gelegt haben, werden die Karten auch genau wissen, was Sie von ihnen erwarten. 

Beispiel:

Sie entscheiden sich dafür, mit der Vergangenheit zu beginnen. 

Die beiden Aussagen dazu sind für sie gleichbedeutend. 

X1 X2

X1: So habe ich mich bisher gefühlt.
X2: Davon bin ich bislang ausgegangen.

Als Nächstes möchten Sie die Gegenwart deuten. Sie entscheiden sich, dass die in Ihren Augen wichtigste Frage zuerst gelegt werden soll, anschließend die beiden anderen, welche wiederum gleichbedeutend für Sie sind.

X1 X2
X3

X4 X5

X3: Das kommt auf mich zu.
X4: Mit diesen Gefühlen sollte ich rechnen.
X5: Das sollte ich konkret tun.

Abschließend entscheiden Sie sich für eine Quintessenz. Die Quintessenz kann als abschließende Aussage dienen. Dabei entscheiden die Karten selbst, was Sie Ihnen mit auf den Weg gehen. Sie können beim Legen die Aussage so formulieren: Das geben mir die Karten auf den Weg. 

X1 X2

X3

X4 X5

X6

X6: Quintessenz

Eine Freundin von mir suchte nach der Trennung von ihrem Lebenspartner eine neue Wohnung. Sie wollte gern in eine schicke kleine Wohnung in der Innenstadt ziehen. Nach einigen Besichtigungsterminen war sie schon sehr positiv bestimmt. Wir haben zusammen ein Legemuster entwickelt, um die einzelnen Wohnungen miteinander zu vergleichen. In erster Linie sollten die Angebote auf ein harmonisches Umfeld, einen fairen Vermieter und evtl. versteckten Kosten hin überprüft werden. Diese drei Punkte waren ihr am wichtigsten. 

X1 X2 X3

X1: Das wird mein Umfeld sein.
X2: Das wirkt in vertraglichen Angelegenheiten.
X3: Hier können Schwierigkeiten auf mich zukommen.

Ergänzend habe ich die langfristigen Aussichten eingearbeitet und eine Überprüfungsformel.

X1 X2 X3

X4 X5

X4: Das sind die langfristigen Aussichten.
X5: Damit sollte ich rechnen.

Zum Erstaunen meiner Freundin zeigten die Karten bei jeder Legung eine erneute baldige räumliche Veränderung an. Wir befragten daher die Karten nach dem Hintergrund. Dies ist mit einer ganz einfachen Erweiterung möglich. Um einen Schwerpunkt auf diese zusätzliche Frage zu legen, habe ich sie bewusst separat platziert. 

X1 X2 X3

X4 X5

X6

X6: Das liegt im Hintergrund.


Im Fall meiner Freundin zeigte die Zusatzkarte an, dass die räumlichen Bedingungen zu begrenzt sind. Daher haben wir uns entschieden, die Legung nochmals zu überarbeiten.

X1 X2
X3
X4

X1: Das kann ich tun, um die richtige Wohnung zu finden.
X2: Das sollte ich dabei bedenken.
X3: Das kommt auf mich zu.
X4: Quintessenz

Individuelle Legemuster haben den Vorteil, dass sie immer wieder neu dem Fragethema angepasst werden können. Zusammen mit den Karten können Sie sich den richtigen Blickwinkel erarbeiten. 

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Das X steht bei den folgenden Legemustern für die einzelnen Karten. Die Zahlen werden die Reihenfolge angeben, in denen die Karten gelegt werden.
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Kartenlegen hat nichts mit rituellen Zwängen zu tun. Es ist also nicht nötig, dass Sie sich an konkrete Vorgehensweisen halten oder ein bestimmtes Ritual durchführen. Das heißt jedoch nicht, dass solche Rituale nicht sinnvoll sein können. Jedoch muss jeder für sich selbst herausfinden, was ihm bei der Konzentration und der Deutung hilft. Wenn Sie beispielsweise mit den Übungen beginnen und merken, dass es Ihnen hilft, wenn Sie vor dem Mischen der Karten das Blatt zwei Minuten in der Hand halten und tief durchatmen, dann ist das Ihr Weg, Kontakt mit den Karten aufzunehmen und den richtigen Zugang zu einer Legung zu finden.

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Finden Sie Ihren eigenen Weg! Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen die nötigen Grundlagen hierfür vermitteln kann.
Vivian Morgen

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