Spiritismus
Zwischen Diesseits und Jenseits
Die Religion der Seelen
Spiritismus nennt sich die "Geisterlehre" nach Allan
Kardec. Bewusst wählte er für seine Ausführungen nicht das ursprüngliche
Wort Spiritualismus. Da es bereits im Volksmund für verschiedene spirituelle
Ansätze benutzt worden, welche zwar zum Teil in Übereinstimmung mit
seiner Lehre stehen, jedoch mit Mehrdeutigkeit belegt sind. Diese Mehrdeutigkeit
wollte Allan Kardec umgehen, damit es bei seinen
Ausführungen nicht zu Missverständnissen kommen kann und setzte aus diesem
Grund den Begriff Spiritismus ein.
Auch andere Begriffe definierte Kardec erstmals neu und eindeutig. So zum
Beispiel die Unterscheidung der drei Seelenbedeutungen. Damit jeder immer
verstehen, wovon gerade die Rede ist, unterteilte er in Lebensseele, die
tierische und die intelligente Seele.
Seine Bücher bestehen aus seinen Ausführungen, aus Ausführungen der Geister, mit welchen er in Kontakt stand und seinen diesbezüglichen Erläuterungen.
Die spiritistische Praxis ist also keineswegs auf den Kontakt mir Geistern durch Medien, Tischerücken oder mediales Schreiben beschränkt. Mit der heutigen westlichen Form der Esoterik ist der Spiritismus gar nicht mehr zu vereinbaren.
Die meisten Vorurteile gegenüber der spiritistischen Lehre lassen sich schon dadurch beseitigen, dass man den Ausführungen von Allan Kardec ein wenig Zeit widmet.
Der Spiritismus ist kein starres Glaubenssystem, sondern basiert auf der Vernunft und dem freien Willen eines Menschen.
Das Prinzip
Unser Leben auf Erden (auch anderen Planeten und Welten) ist zu jeder Zeit
ein Lernprozess und eine Art Prüfung. Erst durch diesen Lernprozess wird der
Geist eines Menschen rein, bis er letztlich keine Prüfungen mehr zu bestehen
und für immer in der Welt der Geister verweilen darf. Die Geister befinden sich
überall im Universum, sind auch um uns Menschen herum. Nach unserem Tod wird
unsere intelligente Seele von unserem Erdenleben befreit und geht zurück in die
geistige Welt. Dort können wir dann verweilen, bis wir uns entschieden haben,
wie unsere nächste Prüfung aussehen wird. Dann werden wir wiedergeboren. Nur,
wenn der Wissensstand eines Geistes hoch genug ist, er rein und Gott nah ist,
werden ihm keine weiteren Prüfungen auferlegt.
Der Spiritismus verweist eindringlich auf moralische und sittliche Lebensweisen, welche der Schlüssel zur Erleuchtung und Reinigung unseres Geistes sind. Christliche Werte ohne Doppelmoral und dem kirchlichen Industriezweig, sind der Weg zu Gott und einem friedlichen und glücklichen Dasein in der Geisterwelt.
In seinem Werk Das
Evangelium im Lichte des Spiritismus erklärt
Allan Kardec die Maximen Christi in moralischer Hinsicht und im Einklang mit dem
Spiritismus. Biblische Texte werden erläutert und im Lichte des Spiritismus
erklärt. Das Hauptanliegen von Allan Kardec war, das Evangelium für jedermann
verständlich und für alle zugänglich zu machen. Dies ist ihm durchaus
gelungen, denn er beleuchtet auf äußerst historische und kulturelle Weise die
"alten Worte".
Fazit
Auch, wenn jemand nicht an die Existenz von Geistern, einem Leben nach dem Tod und an Spiritismus glaubt, sind die Werke von Allan Kardec Wegweiser für ein friedvolles Zusammenleben aller Menschen.
Wer sich mit dem Spiritismus näher beschäftigt, wird schnell bemerken, dass die spiritistische Lehre in keiner Weise etwas mit Sektenglauben oder ähnlichem zu tun hat. Es ist die ehrliche und aufrichtige Umsetzung des ältesten Buches der Welt, der Bibel. In dem Werk Das Buch der Geister werden grundsätzliche Fragen zu unserem Leben, dem Universum und Gott beantwortet. In einer Art Interviewstil spricht Kardec mit den Geistern, welche ihm die Zusammenhängen in der geistigen Welt erläutern.
Seine Bücher entstanden alle zu einer Zeit, in welcher die Welt in einer Art Euphorie bezüglich Geisterkontakte stand. Allan Kardec glaubte daran, dass dies der Beginn einer neuen Ära sein würde. Zweiflern und Kritiker hatte er eine Menge entgegnen. Aus damaliger Sicht durchaus gebildete, moderne und wissenschaftlich anzuerkennende Thesen, welche sich durch all seine Werke ziehen. Die Euphorie gegenüber der Geisterphänomene hat sich weltweit bekanntlich wieder gelegt. Die Wissenschaft hat sich abgewendet und auch unter den Gelehrten zog bald Einsicht ein. Die neue Ära begann also nicht zum damaligen Zeitpunkt, sondern erlebte bereits ihren Höhepunkt.
Die philosophischen und sittlichen Prinzipien und die Ablehnung des Materialismus hat hingegen seine Bedeutung für viele Menschen beibehalten. Es handelt sich nach wie vor um Werte, welche das Zusammenleben der Menschen bestimmen sollten.
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„Der Spiritismus ist eine Wissenschaft, die sowohl die Natur, den Ursprung und das Schicksal der Geister, als auch ihre Beziehungen mit der körperlichen Welt erforscht". Allan Kardec
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Die spiritistische Lehre ist laut Definition Allan Kardec die Vervollkommnung der christlichen Lehre. Die Gesetze des Spiritismus sind christliche Werte, gegeben von der "geistigen Welt". Dabei sind folgende Grundsätze maßgeblich:
Aller Spiritismus ist kostenlos!
Die Gabe mit der geistigen Welt in unmittelbarem Kontakt zu stehen erfolgt nach folgenden Prinzipien:
Der Spiritismus unterliegt nicht menschlich geschaffenen Hierarchien. Es gibt keinen Priester, keinen Führer, keine Privilegierten. Die Gabe kann jedem Menschen zuteil werden, unabhängig seiner Herkunft, seiner Bildung o.ä.
Es gibt keine Rituale, keine Altare, keine Prozessionen, keine Sakramente, keine Kristalle, Horoskope, Karten, Kugeln oder jegliche andere Formen von eines Kultes.
Spiritismus drängt sich keinem Menschen auf. Er lässt sich prüfen und bis er eigenständig akzeptiert wird.
Der Spiritismus respektiert alle Meinungen, Lehren und Religionen und hat den Frieden unter den Prinzipien der Nächstenliebe zum Ziel und dies unabhängig von Herkunft, Glaube, Staatsangehörigkeit und Hautfarbe eines Menschen.
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Im Gegensatz zu dem Vorurteil, dass der Spiritismus eine eher mystische Lehre
ist, verkörpert der Spiritismus eine moralische Ebene.
Auch entspricht es nicht den Tatsachen, dass die christlichen Thesen abgelehnt
werden. Vielmehr werden die christlichen Werte in ihrer Gesamtheit thematisiert.
Lediglich die von Menschenhand geschaffenen Dogmen stehen im Mittelpunkt der
Kritik.
Die moralischen Werte, welche alle Menschen miteinander verbinden und zu einem
friedlichen Miteinander führen, sind die Säulen der ursprünglichen
christlichen Lehre und des Spiritismus.
Das höchste Gebot ist die Nächstenliebe.
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Wichtige Links:
Das
Buch der Geister: Medial empfangene Antworten auf unsere Daseinsfragen
Das
Buch der Medien: Grundsätze der spiritistischen Lehre
Genesis:
Die Schöpfungsgeschichte, die Wunder und Weissagungen im Lichte des Spiritismus
Himmel
und Hölle: Die göttliche Gerechtigkeit im Lichte des Spiritismus
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