Seine Politik war so umstritten wie die Umstände, welche zu seiner Ermordung geführt haben.
Die Akten zu seiner Ermordung werden von den Vereinigten Staaten bis zum Jahr 2017 unter Verschluss gehalten.
John F. Kennedy war der jüngste in das Amt des Präsidenten gewählte Kandidat und einziger Katholik.
Liftons seltsame Ideen wäre in die Vielzahl der verschiedenen
Verschwörungstheorien eingereiht und bald vergessen worden, hätte es da
nicht die Aussagen einer Reihe von medizinischen Experten gegeben. Dr.
Robert McClelland, der Chirurg, der an JFKs Hals den Luftröhrenschnitt
vorgenommen hatte, versicherte, dass die Röntgenaufnahmen, die er 1989
erstmals zu Gesicht bekam, "nicht dieselben Verletzungen am Kopf des
Präsidenten aufwiesen, die ich in der Notfallstation gesehen habe".
Auch Jerrol Custor, der 1963 einige der Originalröntgenaufnahmen
gemacht hatte, wurden die Aufnahmen 1989 gezeigt. Er erklärte rundweg,
es handele sich um eine Fälschung, und auch Floyd Reibe, der die
Autopsie fotografiert hatte, hielt die kürzlich veröffentlichen Fotos
für fingiert.


Das fehlende Gehirn
Die medizinischen Beweise sind immer noch recht
undurchsichtig. Leider wurde die Autopsie völlig unzureichend
durchgeführt. Nach Aussage eines der Pathologen, Dr. Pierre Fink, war
eine Anweisung von einem General der US-Armee gekommen, die Wunden
nicht zu sezieren. Auch das Gehirn durfte nicht untersucht werden, so
dass es völlig unmöglich war, den Schusskanal einer oder mehrerer
Kugeln durch den Kopf festzustellen. Das Gehirn wurde für spätere
Untersuchungen aufbewahrt und 1966 zusammen mit den Röntgenaufnahmen
und Fotos dem Nationalarchiv in Washington übergeben. Nicht lange
darauf verschwand das Gehirn samt Gewebeproben und Dias. Mann
verdächtigte Robert Kennedy, den Bruder des Präsidenten, dafür
verantwortlich zu sein um eine geschmacklose Zurschaustellung zu
vermeiden. Jedenfalls gab es nun keine Möglichkeit mehr den Weg der
Kugeln nachzuvollziehen und festzustellen, ob ein Schuss von vorn kam -
was die Existenz eines zweiten Schützen einwandfrei bewiesen hätte.
Die Beweise
1966 wurde ein FBI-Bericht entdeckt, in dem zwei FBI-Agenten, die Kennedy Autopsie beigewohnt hatten, schilderten, es sei "ein Luftröhrenschnitt durchgeführt worden sowie ein chirurgischer Eingriff im Kopfbereich, insbesondere an der Schädeldecke".
Agent James Sibert bestätigte zu einem späterem
Zeitpunkt, dies sei "genau das gewesen, was der Arzt gesagt hatte".
Anhand gründlicher Untersuchungen kam David Liften, der die Bedeutung
von Siberts Bericht erkannt hatte, in seinem Buch "Best Evidence" zu
dem Schluss, dass "in den sechs Stunden zwischen dem Attentat in Dallas
und der Autopsie in dem Bethesda-Marine-Krankenhaus, Washington, an dem
Körper des Präsidenten Veränderungen vorgenommen und sein Transport
verzögert worden waren". Lifton brachte zwar unerklärliche
nichtsdestotrotz aber überzeugende medizinische Beweise, dass zwei
Ambulanzen und zwei Särge benutzt worden waren um den Körper des
Präsidenten nach Bethesda zu transportieren.
Liften spekulierte, dass der von Millionen von Menschen im Fernsehen
gezeigt Sarg neben der blutbefleckten Jackie Kennedy wahrscheinlich
leer war und als Köder verwendet wurde. Zur Bekräftigung dieser Theorie
bestätigte das medizinische Personal von Bethesda, dass Kennedys
Leichnam tatsächlich in einem einfachen Metallsarg in dem Hospital
angekommen ist.
Liften nimmt außerdem an, dass die von den Gewehrschüssen verursachten
Verletzungen am Kopf Chirurgisch verändert worden sind um die
Einschusswunde einer Kugel an der Stirn zu verbergen, da diese auf die
Anwesenheit von zwei Schützen hätte schließen lassen - und demzufolge
auf eine Verschwörung. Nach Liften wurde der Beschluss zu dieser
gezielten Verschleierung auf höchster Ebene der US-Regierung gefasst..

Dies ist der Weg der tödlichen Kugel, infolge der offiziellen
Darstellung.
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Es besteht kein
Zweifel darüber, dass die Ermordung John F. Kennedys im Zusammenhang
mit einer Verschwörung erfolgte. Die große Frage lautet: Wer tötete den
Präsidenten tatsächlich, wenn Oswald nicht länger als Täter in Frage
kommt?
Einer der ersten Forscher, der auf diese Frage eine ernsthafte Antwort
geben konnte, war der Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison. Seine
Untersuchung dienten auch als Basis für Oliver Stones Filmhit JFK.
Garrison untersuchte die Machenschaften des Geschäftsmanns Clay Shaw
aus New Orleans. Als ehemaliger Geheimdienstangehöriger in
Kriegszeiten, mit Verbindung zur CIA, wurde Shaw zusammen mit David
Ferrie, einem Vertragspiloten für die Anti-Castro-Aktivitäten der CIA,
der Verschwörung angeklagt.
Ferrie, der seine Glatze
durch eine rote Toupet zu kaschieren versuchte, war eine bizarre Figur.
Aufgrund seiner Verbindung zu den Anti-Castro-Grupper der CIA war
Ferries Flucht quer durch Louisiana unmittelbar nach dem Attentat schon
lange verdächtig. Als man ihn unter mysteriösen Umständen ermordet
auffand, erwog man ernsthaft die Idee, dass die CIA bei der
Kennedyermordung ihre Finger im Spiel gehabt hatte.
Zwar entdeckte Garrison neue Beweise, die Ferrie mit Oswald und Clay
Shaw in Verbindung brachten, fand jedoch nicht den geringsten Beweis
für eine Mittäterschaft Shaws am Tod des US-Präsidenten. Ebenso wenig
entdeckte er Shaws Verbindungen zur Mafia - die wohl eine
Schlüsselrolle bei der Kennedyermordung spielten.
Doch wiesen Garrisons Untersuchungen auf Unzulänglichkeiten der
Warren-Kommission hin. Mitte der 70er Jahre stimmte der US-Kongress
einer neuen Untersuchung zu. Im Sommer 1979 berichtete das offizielle
Untersuchungskomitee, dass Oswald die Schüsse zwar abgefeuert hatte,
Kennedy aber "wahrscheinlich aufgrund einer Verschwörung ermordet
worden sei". Der wissenschaftliche Beweis des Komitees deutete auf
einen zweiten Mörder am Grassy Knoll hin, dem Bereich, wo zahlreiche
Zeugen an jenem schicksalhaften Tag auf der Dealy Plaza einen schützen
gesehen hatten.
Das Komitee meinte abschließend, die Mafia habe "Motive, Mittel und
Gelegenheit gehabt, um JFK zu ermorden", und nannte auch gleich zwei
Mafiabosse als die mutmaßlichen Rädelsführer der Verschwörung, nämlich
Carlos Marcello und Santos Trafficante. Man vermutete außerdem, dass
der Anschlag von Exilkubanern und Fidel-Castro-Gegnern unterstützt
worden war. Während eine direkte Mitwirkung der US-Geheimdienste nicht
in Betracht gezogen wurde, hielt man es doch immerhin für möglich, dass
einzelne Agenten an dem Komplott beteiligt waren. Das Verbindungsglied
der drei Gruppen hieß Kuba.
Aufgrund der zunehmenden Feindschaft zu Fidel Castro und seiner immer
engeren Bindung an die Sowjetunion hatte die CIA ein Exekutiv-Programm
zur Durchführung von Attentaten entwickelt. Dafür rekrutierte sie
Angehörige des organisierten Verbrechens, die vor Castros Revolution
die Spielcasinos auf Kuba geführt hatten. Die "Technische Abteilung"
der CIA entwickelte präparierte Zigarren, explodierende Rasierapparate,
einen Taucheranzug, der giftige Chemikalien enthielt, tödliche Pillen
und einen Füllfederhalter mit einer Giftnadel für ihre von der Mafia
unterstützten Mordanschläge auf Fidel Castro.
JFK hatte jedoch beschlossen, die CIA-Mittel zu kürzen und den Befehl
gegeben nicht an der Kampagne gegen Castro mitzuwirken. Daraus
schlossen extremistische Exilkubaner und Castro-Gegner, Kennedy habe
das kubanische Volk "verkauft" und bezeichneten ihn als elenden
"Verräter" und "Kommunisten". Die Attentatspläne gegen Castro erwiesen
sich als völlige Fehlschläge und die Mafiabosse gaben schon bald die
Hoffnung auf, durch die Ermordung Castros ihre lukrativen Kasinos auf
Kuba zurückzuerlangen. 1963 suchten sie deshalb nach anderen,
wirkungsvolleren Mitteln um ihre Ziele zu erreichen.
Der Mafiaboss Santos
Trafficante, die in die Mordanschläge der CIA auf Castro verwickelt
war, soll gesagt haben: "Dieser Kennedy sitzt in der Patsche, er wird
bekommen, was er verdient. Er wird es bekommen." Trafficante war
überaus verärgert über den Krieg, den die Kennedy-Brüder gegen das
organisierte Verbrechen führten, insbesondere gegen seine Freunde Sam
Giancana und Jimmy Hoffa, die ebenfalls gemeinsam mit der CIA an
Komplotten gegen Castro beteiligt gewesen waren. Auch Mafiaboss Hoffa
hatte ähnliche Drohungen ausgestoßen. Hoffas Anwalt behauptete 1994,
dieser haben ihn 1963 nach New Orleans geschickt um Trafficante und den
örtlichen Mafiaboss Carlos Marcello darum zu bitten, den Mordanschlag
zu organisieren.
Marcello war im Sommer 1961 durch eine Verfügung von Justizminister
Robert Kennedy von den USA nach Guatemala abgeschoben worden. Nachdem
er heimlich wieder in die USA zurückgekehrt war, schwor Marcello Rache.
Er äußerte, Präsident Kennedys Ermordung veranlassen zu wollen.
Außerdem wähnte er sich sicher, "da ein Narr die Schuld übernehmen"
würde.
Das Komitee zur Aufdeckung des Kennedy-Mordes fand Beweise, die Oswald
und seinen Mörder Jack Ruby mit Marcellos Mafiaorganisation in
Verbindung brachten. Zusätzlich ist bekannt, dass der Ex-CIA-Pilot
David Ferrie ebenfalls für Marcello arbeitete. Das Komitee deckte zudem
auf, dass Oswalds Onkel Charles "Dutz" Murret "jahrelang in der
Unterwelt im Spielersyndikat von Carlos Marcellos Mafiafamilie
gearbeitet hatte". Als Oswald wegen seiner Teilnahme an einem
"Fair-Play-für-Kuba-Treffen" verhaftet wurde, engagierte Murret eine
Unterweltfigur aus dem Umkreis Marcellos um Oswalds Kaution zu
bezahlen. So könnte Marcellos Organisation auf Oswald als möglichen
"Sündenbock" aufmerksam geworden sein.
John Martino, ein Freund von Mafiaboss Trafficante, arbeitete als
Vertragsagent ind er CIA mit den Anti-Castro-Gruppen der Exilkubaner
zusammen. Vor seinem Tod erklärte er, Oswald sei von den
exilkubanischen Anti-Castro-Gruppen aufgehetzt worden. Ohne zu wissen,
für wen er arbeitete, sollte Oswald nach dem Mord im Texas-Theater
(Anm.: Wo er, nach den vermeintlichen Todesschüssen, verhaftet wurde)
getötet werden. Doch es kam zu einer Panne, mit der niemand gerechnet
hatte. "Wir konnten ihn nicht erwischen", so Martino, "Sie ließen ihn
von Ruby töten"..
Bevor er an Krebs starb,
bestätigte der ehemalige CIA-Offizier David Phillips der 1963
antikubanische Operationen in Mexico-City durchgeführt hatte, gegenüber
einem Forscher, dass "JFK einer Verschwörung zum Opfer gefallen" sei.
Er fügte hinzu, wahrscheinlich seien "einzelne US-Geheimdienstleute"
daran beteiligt gewesen.
Die Ansicht, dass an der Kennedy-Verschwörung eine Allianz aus Mafia,
exilkubanischen Castro-Gegnern und einzelnen CIA-Angehörigen
zusammenwirkte, wurde durch die Veröffentlichung von zahllosen
Unterlagen über die Ermordung in den frühen 90er Jahren bekräftigt.
Diese Akten trugen auch dazu bei, eine ganze Anzahl noch
abenteuerlicherer Theorien zu widerlegen. Nach jahrelanger Verwirrung,
unzulänglichen Regierungsuntersuchungen, Verschleierungen und
absichtlichen Behinderungen könnte die Wahrheit über die Aufklärung des
berühmtesten Mordfalls der Welt endgültig in Sicht sein.
Die US-Regierung verlost 55.000 GreenCard.
Eine GreenCard ermöglicht den dauerhaften Aufenthalt in den USA und
beinhaltet eine Arbeitserlaubnis. Für die garantierte Teilnahme an der
Verlosung sorgt die staatlich zugelassene Beratungsstelle "The American
Dream".
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Jack Ruby
Ruby war ganz offensichtlich eine wichtige
Figur, die mit den Bossen des organisierten Verbrechens in Verbindung
stand und Interessen auf Kuba hatte, wozu auch der Waffenschmuggel
gehörte. Tatsächlich hatte Ruby Trafficante mehrfach auf Kuba besucht.
In einem kaum bekannten Fernsehinterview, das Ruby vor seinem Tod im
Gefängnis gab, sagte er: "Die Welt wird nie erfahren, was wirklich
geschehen ist, denn unglücklicherweise werden es jene Leute, die so
viel zu gewinnen haben und die mich in diese Lage brachten, niemals
zulassen, dass die wahren Fakten ans Tageslicht kommen".
Jimmy Hoffa verschwand 1975, Giancana wurde im selben Jahr umgebracht.
Beiden sollten vor dem offiziellen Untersuchungskomitee über die
Anti-Castro-Verschwörungen aussagen. Durch eine Vorladung gezwungen,
erschien Trafficante vor dem Komitee, weigerte sich jedoch, irgendeine
Frage zum Kennedy-Attentat zu beantworten. Nach der Ermordung Giancanas
wurde folgende Aussage Trafficantes vom FBI auf Bald aufgenommen:
"Jetzt leben nur noch zwei Personen, die wissen, wer Kennedy getötet
hat. Und die werden nichts sagen."
Die andere Person, die nichts sagte, könnte der Mann gewesen sein, der
die CIA-Exekutiv-Aktion gegen Castro organisiert hatte - William
Harvey. Während der Attentatsversuche stand Harvey in enger Verbindung
zu Mafia. Er war den Kennedys feindlich gesonnen, da sie seine
Anti-Castro-Kommandos nicht unterstützt hatten.




