Im Gegensatz zu dem Irrglauben, dass jede Menge Interpretationstalent nötig ist, um aus einem Kartenbild zu lesen, liegt die Kunst vielmehr darin, die Botschaften so zu verstehen, wie sie gemeint sind. Eine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage. 

Die Karten kommunizieren nur auf einer einzigen Ebene mit uns. Sie zeigen uns ein Bild und dieses Bild ist die Antwort, der Hinweis oder die Aussicht einer Angelegenheit, nach der wir gefragt haben. 
Die Vergangenheit in den Karten zu spiegeln ist zum einen ein guter Einstieg in jeden Themenkomplex, zum anderen rückt es „verrückte“ Sichtweisen wieder zurecht.
Legungen zur Gegenwart und Zukunft können täglich vorgenommen werden, sollten auch immer miteinander verknüpft werden. Wenn Sie nur die Zukunft befragen, wird immer die Entwicklung angezeigt, welche ohne Ihr aktives Zutun eintreten wird. Gegenwartsfragen können Ihnen zeigen, was Sie jetzt tun sollen, wo und wie Sie aktiv werden können, um Ihre Situation selbst in die Hand zu nehmen (oder einfach abwarten müssen). Die Zukunftsaussichten werden sich dann auf das Ergebnis dieses Handelns beziehen.
Die richtige Frage führt zur richtigen Antwort
Fragen richtig formulieren

Die Formulierung der Frage ist ausschlaggebend für die Aussagekraft der gelegten Antworten. Um möglichst konkrete Antworten zu bekommen, muss eine Frage auch möglichst konkret gestellt werden. Auch wenn es sich bei der Frageangelegenheit um eine allgemeine Bewertung handelt, muss auf die genaue Formulierung geachtet werden. Zeitliche Aspekte müssen immer fest verknüpft mit einem konkreten Ereignis sein.
Beispiel: Wann geht es mir endlich wieder besser? Aussagekräftiger ist die Formulierung: Wann fühle ich mich endlich wieder besser? Das Gefühlte ist eine genau abgesteckte Angelegenheit. Die Antwort wird sich explizit darauf beziehen, wie der Fragende sich fühlt und ab wann eine positive Veränderung eintreten wird. Hingegen kann die Frage, wann es jemandem besser geht, von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Geben die Karten die Auskunft, dass es dem Fragenden schnell besser gehen wird, könnte beispielsweise auch ein finanzieller Zugewinn gemeint sein, welcher dem Fragenden sehr gelegen kommt. Fühlt sich der Fragende jedoch wegen einer zerrütteten Beziehung schlecht, wird ihm diese Finanzspritze nicht unbedingt das Gemüt erhellen. Sie sehen also, was ich meine.

Bei Beziehungsfragen wird oft der Fehler gemacht, dass nicht klar definiert wird, worauf der Fragende hinaus möchte. Möchte er, dass die Karten die Beziehung spiegeln, muss dies auch so genau wie möglich formuliert werden.

Beispiel: Der Fragende ist sich nicht sicher, welche Gefühle der Partner momentan für ihn hegt. Stellt er also beispielsweise die Frage: Was empfindet mein Partner für mich? Ob die Antwort der Karten sich tatsächlich darauf bezieht, welche Gefühle der Partner innerhalb der Beziehung allgemein für den anderen hat, ist eher fraglich. Ebenso ist es möglich, dass die negative Antwort der Karten sich auf eine kurze und eher unwichtige Verärgerung bezieht, weil der Partner den gemeinsamen Termin beim Steuerberater vergessen hat. Dies muss ja aber nicht daran ändern, dass der Partner trotzdem geliebt und geachtet wird. Eine bessere Formulierung wäre also: Wie steht mein Partner zu unserer Beziehung/ Ehe? Das ist auch eine allgemeine Formulierung, die Antwort wird jedoch konkret darauf abgestimmt sein, worauf der Fragende hinaus wollte.

Die Karten werden immer die Wahrheit sagen. Die Kunst des Kartenlegens besteht gar nicht primär darin, dass sie richtig gedeutet und in Zusammenhang gebracht werden. Natürlich spielt dies auch eine große und wesentliche Rolle, jedoch ersparen Sie sich jede Menge Deutungsarbeit, wenn Sie  einfach die richtige Formulierung der Frageangelegenheit wählen. Wenn Sie für sich selbst die Karten legen, ist es wichtig, dass Sie sich vorher genau überlegen, worauf Sie mit Ihrer Frage abzielen und worauf Sie eine Antwort haben möchten. Wenn Sie für jemand anderen die Karten legen, sollten Sie zuerst in einem Gespräch herausfinden, was genau der Fragende wissen möchte. Dann sollten Sie für ihn die Frage vorformulieren und sicher gehen, dass Sie die Frageangelegenheit richtig verstanden haben. Wenn Sie dann die Kartenlegung erläutern, achten Sie immer darauf, dass Sie bei Ihrer Erklärung konkret darauf eingehen, wie die Frageangelegenheit formuliert wurde.
 
Beispiel: Sie haben sich zusammen mit dem Fragenden auf folgende Formulierung geeinigt: Steht eine berufliche Veränderung unmittelbar bevor? Die Karten antworten mit einem Ja und geben begleitend die Auskunft, dass es sich um eine Veränderung handelt, welche als negativ empfunden werden wird. Jetzt drängt sich natürlich die Frage auf, ob es sich hierbei um Kündigung handelt. Diese Frage können Sie aber mit dem gelegten Kartenbild nicht beantworten. Auch eine Beförderung, der sich ein Mensch nicht gewachsen fühlt, kann als negative Veränderung empfunden werden. Wenn weitere Aussagen erwünscht sind, können andere Legemuster oder weitergehende Fragestellung die genauen Umstände klären.

Im Gegensatz zu dem Irrglauben, dass jede Menge Interpretationstalent nötig ist, um aus einem Kartenbild zu lesen, liegt die Kunst vielmehr darin, die Botschaften so zu verstehen, wie sie gemeint sind. Eine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage. Dies führt nicht selten zu Schwierigkeiten bei der zwischenmenschlichen Kommunikation. Auch hier neigen die Menschen dazu, Botschaften falsch zu verstehen. Jedoch besitzen Menschen die Fähigkeit, auf vier Ebenen gleichzeitig zu kommunizieren. So gibt es den Sachinhalt, den Appell, die Beziehungsebene und die Selbstoffenbarung in jeder einzelnen Aussage. Also ist es nicht verwunderlich, dass jede Begegnung mit einem anderen Menschen auch zu jeder Menge Missverständnisse führen kann. Die Karten hingegen kommunizieren nur auf einer einzigen Ebene mit uns. Sie zeigen uns ein Bild und dieses Bild ist die Antwort, der Hinweis oder die Aussicht einer Angelegenheit, nach der wir gefragt haben.

Spielraum entsteht nur da, wo wir selbst Platz und Gelegenheit für Spielraum geben. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass es auf eine Frage momentan einfach keine befriedigende Antwort gibt, die Karten uns jedoch einen möglichen Weg und alternatives Verhalten aufzeigen. Wie bei einem Puzzle fehlt vielleicht einfach ein wichtiges Teil, um die bereits zusammengefügten Abschnitte miteinander zu verbinden. So richten wir unseren Blick auf das Vervollständigen des gesamten Bildes, die Karten versuchen hingegen, das entscheidende Puzzleteil in unser Bewusstsein zu rufen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Situation einer Freundin von mir. Sie hatte zur gleichen Zeit zwei sehr unterschiedliche Männer kennen gelernt, zu beiden fühlte sie sich hingezogen. Da sie schon länger Single war und sich nach einer Beziehung sehnte, war sie sich nicht sicher, wie sie vorgehen sollte. Mehrmals habe ich ihr die Karten gelegt, um herauszufinden, welcher Mann besser zu ihr passt oder wie sie zu einer Entscheidung findet, welche sie noch lange glücklich machen wird. Immer wenn es um eine verbindliche Antwort ging, zeigten die Karten einen älteren väterlichen Mann an und eine Reise. Meine Freundin war fest davon überzeugt, dass sie sich an einem anderen Ort nach einem Partner umsehen muss und dort einen älteren Mann kennen lernt, in welchen sie sich verlieben wird. Natürlich habe ich ihr dazu geraten, weitergehende Fragen zu stellen und mithilfe anderer Legemuster diese Aussage in einen konkreten Zusammenhang zu stellen. Sie war jedoch so fest von ihrer Theorie überzeugt, dass sie dies ablehnte. Einen Monat später rief sie mich an und erzählte mir, dass sie einen ihrer Lehrer aus der Grundschulzeit getroffen hat. Er plauderte mit ihr und erzählte, dass er ihre Zielstrebigkeit und ihr Durchsetzungsvermögen, welches sie schon als Kind gezeigt hat, immer bewundert hat. In diesem Moment war meine Freundin erstmal wie vor den Kopf geschlagen, denn zu dieser Zeit hatte sie ein ganz anderes Bild von sich. Sie fühlte sich unentschlossen und unsicher. Dann erzählte er ihr, dass er sich noch genau daran erinnert, wie sie als Kind immer davon gesprochen hat, dass sie, wenn überhaupt, dann nur einen Mann heiraten würde, wenn er sie das Auto fahren lässt, den Abwasch übernimmt und Hunde mag, so wie sie. Da hatte sie plötzlich ihre „Erleuchtung“ und wusste plötzlich ohne jeden Zweifel, für welchen Mann sie sich entscheiden möchte. Die ältere und väterliche Person stellte also den Lehrer dar und mit einer Reise, war die Reise in die Vergangenheit gemeint.

Eine Antwort zu bekommen, muss also nicht gleichbedeutend damit sein, dass sie sofort offenbart bekommen, wohin sie ihr Weg führen wird. Es ist auch möglich, dass Sie erstmal gezeigt bekommen, welchen Weg sie gehen müssen, um zu Ihrem Ziel zu gelangen.

Gerade wenn es um zukünftige Ereignisse geht, können Sie von den Karten nicht erwarten, dass Sie Ihnen mehr preisgeben, als es zum momentanen Zeitpunkt möglich ist. Die Zukunft steht nicht starr in Fakten definiert fest. Sie ist und bleibt immer zu einem gewissen Teil das Ergebnis unseres Handelns und des Handelns anderer Personen. Fragen, welche die Zukunft und zukünftige Ereignisse betreffen, sollten also äußert überlegt formuliert werden. Besonders sensibel muss dabei mit dem Thema Gesundheit umgegangen werden. Die Karten können in einem gewissen Maße schicksalhafte Veränderungen der Lebensumstände andeuten und anzeigen, jedoch ist es beispielsweise nicht zu erwarten, dass sie alle Eventualitäten des Lebens und der persönlichen Lebensführung im Voraus konkret zu bewerten wissen. Wenn Sie durch Ihr eigenes Verhalten bewusst gesundheitliche Schäden in Kauf nehmen, kann es sich bei den Folgen nur bedingt oder auch gar nicht um eine schicksalhafte Entwicklung handeln.
Die Karten können Ihnen beispielsweise nicht verraten, ob Sie in zwanzig Jahren an Lungenkrebs erkranken, weil Sie heute ein aktiver Raucher sind. Diese Zukunft steht nicht fest, sondern es liegt in Ihren Händen, das Risiko zu minimieren. Mit den richtigen Genen, werden Sie keinen Schaden nehmen und vielleicht hören Sie heute mit dem Rauchen auf und erkranken trotzdem an Lungenkrebs. Mit diesem krassen Beispiel möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das „Spiel des Lebens“ spirituellen Gesetzen folgt und keine Aussagen über nicht feststehende Entwicklungen getroffen werden können.

Bei Fragen, welche die Zukunft betreffen, sind allgemeine Formulierungen daher aussagekräftiger, da sie den Karten ermöglichen, wegweisende Aussagen zu treffen und Tendenzen anzuzeigen. Ich werde zur Verdeutlichung ein Beispiel aus dem Bereich Liebe und Beziehung wählen. Natürlich sind die Ausführungen ebenso gültig für die Bereiche Ausbildung und Beruf so wie Gesundheit.

In meinen Augen hat die Frage, ob ein Partner, welcher sich gerade von Ihnen getrennt hat, zu Ihnen zurückkommt, absolut keinen Sinn. Warum? Der Partner hätte sich nicht von Ihnen getrennt, wenn er eine gemeinsame Zukunft noch für möglich halten würde. Die momentane Situation ist also klar. Wie können Sie also sinnvoll an ein solches Fragethema herangehen?

Schritt 1: Ein Blick in die Vergangenheit. Wie kam es zu der Trennung? Welche Umstände haben den Partner dazu gebracht, an der Beziehung zu zweifeln? Was war letztlich ausschlaggebend dafür, die Trennung tatsächlich zu vollführen? Wie haben Sie sich in dieser Beziehung gefühlt, wie der Partner?

Schritt 2: Wie ist die momentane Situation? Welche Gefühle begleiten die Trennung? Wie fühlen beide, welche Gedanken spielen eine Rolle? Wie wird die Trennung empfunden?

Schritt 3: Wie sollten Sie sich jetzt verhalten? Womit müssen Sie rechnen? Welche Bemühungen haben einen Sinn, worauf sollten Sie jetzt nicht setzen?

Wie diese Fragen geklärt werden können, werde ich auf der Seite über die Legemuster genau beschreiben. Hier möchte ich erstmal darauf eingehen, wie eine solche Frageangelegenheit sinnvoll umgesetzt werden kann. Unabhängig, ob Sie sich selbst oder anderen die Karten legen, muss bei einer Trennungsproblematik erstmal geklärt werden, welchen Stellenwert die Beziehung überhaupt einnehmen sollte. Für die meisten Menschen bricht eine Welt zusammen, wenn der Partner sich trennen möchte. Vor allem, wenn es sich um langjährige Verbindungen handelt, fehlt der objektive Blick auf die gesamte Beziehung. Zukunftsängste drüben den klaren Blick. Negative Gefühle überwiegen und lassen sich auch mit einem guten Blatt nicht einfach wegzaubern.

Die Vergangenheit in den Karten zu spiegeln ist zum einen ein guter Einstieg in diesen Themenkomplex, zum anderen rückt es „verrückte“ Sichtweisen wieder zurecht.
Legungen zur Gegenwart und Zukunft können täglich vorgenommen werden, sollten auch immer miteinander verknüpft werden. Wenn Sie nur die Zukunft befragen, wird immer die Entwicklung angezeigt, welche ohne Ihr aktives Zutun eintreten wird. Gegenwartsfragen können Ihnen zeigen, was Sie jetzt tun sollen, wo und wie Sie aktiv werden können, um Ihre Situation selbst in die Hand zu nehmen (oder einfach abwarten müssen). Die Zukunftsaussichten werden sich dann auf das Ergebnis dieses Handelns beziehen.

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