Die Bezeichnung "Parapsychologie" stammt von Max Dessoir. Der Psychologe schrieb 1889 eine Begriffserläuterung und -erklärung in der Zeitschrift "Sphinx", das Blatt der Theosophischen Gesellschaft.
Bereits
seit 1922 schreiben diverse Forschungsinstitute hohe Preisgelder aus,
wenn es jemand schafft, den Nachweis zu erbringen, dass er paranormale
Fähigkeiten besitzt. Telepathie,
Telekinese,
Kontakt
zum
Jenseits,Hellsehen oder
eine beliebige andere PSI-Fähigkeit würden zu großem Reichtum führen,
kann nur der Beweis erbracht werden. Momentan steht die James Randi
Educational Foundation mit einer Million US-Dollar ganz oben auf der
Liste der Geldgeber. Bis heute hat es jedoch niemand geschafft, die
Testreihen des Institutes zu bestehen und seine Fähigkeiten unter
Beweis zu stellen. Insgesamt steht die riesige Summe von 2,4 Millionen
US-Dollar für den Beweisführenden zur Verfügung.
Kritik
erntet und erntete die Parapsychologie in erster Linie, da hier
besonders viel Betrug und Täuschungsversuche immer wieder eine große
Rolle gespielt haben. Menschen, welche Aufmerksamkeit auf sich ziehen
und Popularität erreichen wollten, haben mit ihren Betrügereien,
Fälschungen und Täuschungen dem Ansehen der Parapsychologie sehr
geschadet und die Entwicklung und Forschungen immer wieder verzögert.
Die Unwissenheit der Menschen und der gute Glaube wurde immer wieder
missbraucht und ein Schatten über die Seriosität dieser Wissenschaft
geworfen. Heutzutage schaden kommerzielle Ausschlachtung und der Betrug
an glaubenden Menschen dem Ansehen und der Seriosität weiter.
Besondere Aufmerksamkeit wird bei der wissenschaftlichen Arbeit der Telekinese, der Telepathie und dem Leben nach dem Tod, bzw. dem Nachweis der Existenz von Seelen beigemessen.
Entstehung und Entwicklung
1862 wurde in England der "Ghost Club", und damit die erste Institution zur Erforschung von paranormalen Phänomenen, gegründet.
1882 entstand die "Society for Psychical Research". Dieses Mal
haben sich nicht nur Anhänger des Spiritismus organisiert, sondern
ebenso Wissenschaftler, Pädagogen, Philosophen und Politiker. Der Weg
für eine nachhaltige Erforschung paranormaler Phänomene und Fähigkeiten
war geebnet. Erstmals wurde an statistischen Erhebungen und
aussagekräftigen Testreihen gearbeitet. Weiter wurde auch das Gebiet
der Sinnestäuschungen untersucht. 1886 entstand das heute noch oft
zitierte Buch "Phantasms of the Living"( Deutsche
Übersetzung "Erscheinungen Lebender" ).
Auf der ganzen Welt entstanden im späten 19. Jahrhundert nach diesem
Vorbild ähnliche Institutionen.
1911 richtet die Stanford-Universität einen eigenen Wissenschaftszweig für außersinnliche Wahrnehmung ein und war so Vorbild für viele Universitäten weltweit, welche diesem Vorbild folgten.
1970 begann die Ära intensiver Forschung. Viele Vereinigungen und Universitäten beschäftigten sich mit repräsentativen Test- und Forschungsreihen. Die Welt der Wissenschaft war aufgeschlossen für erkenntnisreiche Untersuchungen paranormaler Phänomene. Die Erfolge auf dem Gebiet der Hypnose waren beispielsweise bahnbrechend für die damalige Zeit und führte dazu, dass viele Teilbereiche der Parapsychologie erklärt werden konnten und zukünftig der Psychologie zugeordnet wurden.
Alle wissenschaftlichen Untersuchungen paranormaler Phänomene konnten entweder unter naturwissenschaftlichen Aspekten erklärt und niemals bewiesen werden. Daher lies das Interesse der Universitäten und zahlreichen Vereinigungen Ende der 80ziger Jahre ab. Bevorzugt private Institutionen und Stiftungen widmen sich heutzutage noch der Forschungsarbeit im Bereich der Parapsychologie. In Deutschland beispielsweise die IGPP und die "Parapsychologischen Beratungsstelle" in Freiburg. Weiterführende Informationen zu entsprechenden Institutionen haben wir in unserem Blog veröffentlicht.
