"Manche Menschen sehen die Dinge
wie sie sind und fragen sich "Warum"?
Ich träume von Dingen die es noch nie
gab und frage "Warum nicht"?"
Robert F. Kennedy
Wahlrede v. 1968
Nicht nur, dass an dem Tatort so gut wie nichts sichergestellt oder untersucht worden ist. Viele Beweise, darunter über 1000 Fotos, verschwanden einfach.
Der Verdacht
Thane Eugene Cesar, einer seiner Leibwächter, die während des Attentats genau neben Robert F. Kennedy stand, geriet bald ins Visier der Ermittlungen.
Da seine Dienstwaffe ein anderes Kaliber hatte, als die Mordwaffe, wurden die Ermittlungen eingestellt.
Die Ermittlungen wurden frühzeitig eingestelltDie Beweise
Cesar gab selbst zu, früher einmal im Besitz einer Waffe mit dem gesuchten Kaliber gewesen zu sein. Nach seinen Angabe habe er die Waffe jedoch schon vor dem Attentat verkauft.
Trotz der Bemühungen des LAPD, blieb die Suche nach dem angeblichen Käufer erfolglos.
Der Forscher Theodore Charach fand den Käufer später. Die Waffe hatte er nicht mehr, jedoch eine Quittung über den Kauf. Datiert war diese drei Monate nach Robert Kennedys Tod
Cesar wurden Verbindungen zur organisierten Kriminalität nachgewiesen.
Er konnte sich als einziger Zeuge genau daran erinnern, wie oft Kennedy tatsächlich getroffen wurde.
Anfang 1968 wurde Robert F. Kennedy von der Demokratischen Partei selbst als Präsident-Kanidat nominiert.
Am 5. Juni des selben Jahres gewann Robert F. Kennedy die demokratischen Vorwahlen und war somit nur noch einen Schritt vom weißen Haus entfernt.
Was geschah:
In der Nacht des 5.Juni wurde nach seinem großen Erfolg bei der
Vorwahl, ausgiebig im Ambassador Hotel in Los Angeles gefeiert. Im
Anschluss daran fand in den frühen Morgenstunden eine Pressekonferenz
statt und nach deren Ende sollte der Senator von bewaffneten
Leibwächtern durch die Hotelküche nach draußen geführt werden. Doch
bevor dies geschehen konnte, trat ein junger Mann heran und feuerte
mehrere Male auf Kennedy.
Der Senator sank blutend zu Boden und trotzdem er in Eile ins
Krankenhaus gebracht wurde, erlag er 25 Stunden später an seinen
schweren Verletzungen.
Der Täter wurde als Bishara Sirhan aus Jordanien identifiziert. Er
wurde noch am Tatort festgenommen und die Tatwaffe sichergestellt. Als
Tatmotiv gab er an das ihm die pro-israelische Haltung von Kennedy
nicht zugesagt hatte.
Doch was als klarer Mordfall aussah, sollte sich als unlösbar
herausstellen.
Bei der Untersuchung der Schusswunden von Robert F. Kennedy stellte
sich heraus, das aus geringer Entfernung, nämlich wenigen Zentimetern,
auf ihn geschossen wurde. Sirhan aber stand in mindestens einem Meter
Entfernung zum Senator. Die sichergestellte Waffe wahr Kaliber 22, in
welcher sich 8 Patronen befinden konnten, aber auf Robert F. Kennedy
wurde mindestens 9 Mal geschossen.
Das führte sogar zum Schluss, das es sich bei dem Attentat um eine
politische Verschwörung gehandelt haben könnte. Kurz nach der Tat
gingen nämlich viele Beweise und Fotos verloren und die Polizei hatte
am Tatort nicht nach anderen Waffen gefahndet. Es musste eine zweite
Waffe gegeben haben, aber um wahrscheinlich nicht von einem politischen
Mord zu sprechen, wurden die Ermittlungen eingestellt.
Sirhan erklärte sich zuerst schuldig, widerrief aber später. Er wurde
schuldig gesprochen und sitzt bis heute im kalifornischen Gefängnis.
Robert F. Kennedy machte sich während seiner politischen Arbeit nicht nur beliebt. Als Gegner der Rassendiskriminierung, Kritiker der Vietnampolitik von Lyndon B. Johnson und Kämpfer gegen die Mafia, hat er sich selbstredend viele Feinde gemacht.
Zu seinen Gegnern gehörten auch Edgar Hoover, FBI-Chef und Jimmy Hoffa, Gewerkschaftsführer.
Noch heute wird darüber diskutiert, ob Robert F. Kennedy tatsächlich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten aufgestellt worden wäre.
Zitate von Robert F. Kennedy
"Was wir in den Vereinigten Staaten brauchen, ist nicht Spaltung, ist nicht Hass, ist nicht Gewalt und Gesetzlosigkeit, sondern Liebe, Weisheit, Mitgefühl füreinander und ein Gerechtigkeitsgefühl für die in unserem Land, die leiden, seien sie nun weiß oder schwarz(...)"
„Was an Extremisten abzulehnen und gefährlich ist, ist weniger ihr Extremismus als ihre Intoleranz. Hier liegt das Übel nicht in dem, was sie über ihr eigenes Anliegen sagen, sondern in dem, was sie über ihre Gegner verbreiten.“
„Die größte skandinavische Nation der Welt sind die USA. Die größte irische Nation der Welt sind die USA. Die zweitgrößte deutsche Nation der Welt sind die USA. Und ähnliches könnte man von anderen Gruppen der amerikanischen Bevölkerung sagen.“