Die Geschichte eines sinkenden Schiffes

Voraussagung?

Bereits 1892 veröffentlichte W.T. Stead eine Kurzgeschichte über ein sinkenden Schiff. Er datierte die Schiffskatastrophe auf das Jahr 1935, ansonsten jedoch auf den Tag genau. Viele Menschen glaubten, dass es sich dabei um eine Voraussage für das Unglück der Titanic handelte.  
Seine Geschichte rettet 23 Seeleuten das Leben
Im April 1935 befand sich die Titanian auf hoher See. Es war ruhig und gab augenscheinlich keinen Anlass zur Beunruhigung. Der Matrose William Reeves war jedoch sehr besorgt. Er kannte die Geschichte von dem sinkenden Schiff, welches an einem Eisberg zerbricht und wusste auch, dass es sich um den beschriebenen Tag handelte. Die Titanian war nur ein kleines Schiff, kein großes Passagierschiff. Der junge Reeves hatte bedenken, seine Nachtwache einfach zu beenden, wollte sich durch einen Fehlalarm aber auch nicht lächerlich machen. Sein Angst siegte und er gab Alarm. Das Schiff wurde gestoppt und kam nur kurz vor dem Eisberg zum Stillstand, welcher bei dem drohenden Aufprall der sichere Untergang für das Schiff gewesen wäre. 
Ein Leben mit den Toten 

Über das Leben des W.T. Stead

1849 wurde William T. Stead in Embleton, Northumberland, England, geboren. Sein Vater war ein geistlicher der Independent Kirche. Im Alter von 14 Jahren beendete er die Schule und begann eine kaufmännische Lehre in Newcastle on Tyne. Sein literarisches Talent hatte er bereits entdeckt und begann Kurzgeschichten und vor allem Zeitungsartikel zu schreiben. Diese sendete er an das Hauptblatt der Region, The Northern Echo. Seine Artikel wurden gedruckt und mit nur 24 Jahren war W.T.Stead der Chefredakteur des Blattes.

1880 wurde John Morley (später Lord Morley of Blackburn) auf ihn aufmerksam und holte in die Redaktion der Pall Mall Gazette. Als Morley seine politische Laufbahn begann, übernahm Stead die Leitung. 

1890 gründete W.T.Stead die Zeitschrift Review of Reviews, welche monatlich erschien und sich großer Beliebtheit erfreute.

Er veröffentlichte neben seiner journalistischen Tätigkeit immerzu Artikel, Geschichten und Bücher zu vielfältigen Themen.

W.T. Stead - Der Spiritist  
Briefe von Julia

Zwischen 1893 und 1897 gab Stead zusammen mit der Wissenschaftlerin Goodrich Freer vierteljährig die Zeitschrift Borderland heraus. Thema war die psychische Forschung, deren damals neusten Erkenntnisse und der Themenkomplex der Theosophie, dessen Bewegung Stead kein Anhänger war, jedoch in gutem freundschaftlichem Kontakt zu jenen Führern stand.

In der Zeitschrift veröffentlichte Stead seine "Briefe von Julia". Sie waren die Veröffentlichung seiner mediumistischen Fähigkeiten. 

1909 gründete Stead das "Büro Julia". Ein Treffpunkt und Arbeitsplatz für Menschen, welche ihre Fähigkeiten, als Medium zu fungieren, sehr ernst nahmen. Dieses "Unternehmen" kostete Stead eine Menge Geld. Verdient hat er dadurch also nichts, im Gegenteil. 

 

In der Nacht zum 15. April 1912 starb W. T. Stead als eines der 1.502 Opfer der Titanic
Nachricht aus dem Jenseits

Viele Menschen werden sich die Frage stellen, weshalb William T. Stead eine Reise in einem Schiff angetreten hat, welches dem Untergang geweiht war. Hätte ihn nicht Warnungen aus der Geisterwelt oder zumindest dunkle Vorahnung davon abhalten müssen? W. T. Stead befand sich auf dem Weg nach Amerika, weil er als Redner bei dem New Yorker Friedenskongress vorsprechen wollte. Vor Abfahrt der Titanic schrieb er in einem Brief, von seinen Gefühlen bezüglich des Bevorstehenden. Hier ein kleiner Auszug:

"Ich gehe nach Amerika, um dort eine Rede zu halten. Aber ich habe dabei ein Gefühl, wie wenn mir etwas bevorstünde, wie wenn mir irgend eine wichtige Arbeit zufallen sollte. Was es sein wird, das weiß ich nicht. Ich warte auf meinen Marschbefehl in der sicheren Annahme, dass der, der mich berufen hat, mir seinen Willen und sein Geheiß zur rechten Zeit kundtun wird."

Eine Woche dem schrecklichen Unglück und seinem Tod, hat ein weibliches Medium, während einer Spiritisten-Versammlung in Nordengland folgende Nachricht von W.T. Stead empfangen:

"Ich bin nicht unter den Wellen, ich bin hier und freue mich, hier mit so vielen alten Freunden zusammenzutreffen. Obwohl ich gewarnt war vor der Reise, weiß ich nun, dass es eine ganz bestimmte Mission war, die ich an Bord der Titanic zu erfüllen hatte. Und diese Mission habe ich auch erfüllt. Es war allerdings sehr schwer, den Menschen begreiflich zu machen, dass sie zur nächsten Welt übergegangen seien.... "

Drei Tage nach diesem Treffen und der Nachricht, besuchte der verstorbene W.T. Stead zwei seiner hellsichtigen Freunde. H. Blackwell verfasste damals einen entsprechenden Artikel in der Zeitschrift Light. Auch bei diesem Treffen, hatte Stead eine Nachricht:

"Ich entbiete Euch allen in Liebe meinen Gruß! Ich freue mich sehr, unter Euch zu sein. Ich bin ganz frei. Also bitte, betrübt Euch meinetwegen nicht. Denn ich bin Euch ja so nahe und es würde mir dies nur schaden. Gott sei Dank, dass alles vorüber ist. Ich hatte nicht zu leiden, befand mich im Gegenteil in einer so begeisterten Stimmung wie niemals im Leben. Ich fühlte einen richtigen geistigen Impuls. Das Verlassen meines Körpers spürte ich gar nicht. Wie leicht ist es doch! Ich entsinne mich, vom Deck hinab ins Wasser gesprungen zu sein. Als ich dann im Wasser lag, kam mir dies kaum zum Bewusstsein. Ich erinnere mich nur, dass ich blind um mich gegriffen habe, wobei mir etwas in die Hände kam. Aber ich hatte keine Leiden zu erdulden. Nach einigen Augenblicken der Betäubung hatte ich das Gefühl, frei zu sein, sah mich aber umgeben von Zuständen, die das Herz des stärksten Mannes erbeben gemacht hätten. In meinen Ohren ertönte noch immer der Refrain.- 'Näher mein Gott zu Dir'. Ja, das war ja das Lied, das ich selbst vorgeschlagen hatte und das infolgedessen in den letzten Augenblicken an Bord gespielt wurde. Ach, diese armen Seelen, die keine Ahnung davon hatten, wo sie sich befanden. Ich suchte sofort, ihnen zu Hilfe zu kommen. Es war eine schwere Arbeit für mich und ich stehe unter dem Eindruck, dass ich hier ein sehr tätiges Leben zu führen haben werde. - Ich möchte Euch allen noch für die viele Hilfe danken, die Ihr mir habt zukommen lassen, seit ich aus meinem Körper heraus bin.... Ich kann nicht mehr sagen und möchte nur noch an Mr. Blackwell die Bitte richten, dass man mich so bald wie möglich fotografiert."

An diesem Abend sollen auch andere Opfer zu Wort gekommen sein. Darunter auch ein Junge namens Brailey. Er war Mitglied der Musikkapelle an Bord der Titanic. Seine Worte:

"Ich bin Brailey. Ich bin so glücklich, bei Euch zu sein. Ich danke Gott, dass ich schon vorher von diesen Dingen etwas erfahren hatte. Unser geliebter Mr. Stead sprach an Bord mit vielen Leuten häufig über diese Dinge. Bei einigen Damen schien seine natürliche Art und Weise, in der er von den Geistern sprach, Schrecken zu erregen. Er ging sehr spät schlafen. Es geschah auf seine Veranlassung, dass wir, kurz ehe das Schiff unterging, das Lied.- 'Näher mein Gott zu Dir' anstimmten. Eigentliche Leiden blieben uns erspart, nur Kälte hatten wir einige Augenblicke lang zu erdulden. Es war gegen den Wunsch meines Vaters, dass ich diese Fahrt mitmachte, allein ich dachte, die Reise wäre für mich förderlich. Aber ich muss mich jetzt verabschieden. Gott segne Euch. Bitte lasst meinen Vater wissen, was Ihr von mir gehört habt ."

Brailey war der Sohn eines sehr bekannten Mediums aus London, Ronald Brailey.

Kapitän soll in Bezug auf Stead gesagt haben: "Es war niemand an Bord des Schiffs, der die Aufgabe erfüllen konnte, die er dort zu erfüllen hatte. Was für Euch einen Verlust bedeutet, ist für uns ein großer Gewinn. Denn er hat schon sehr viel vollbracht, seit er bei uns ist."

Quellen: Vergl. Light vom 4. Mai 1912, S. 207, Vergl. Light vom 11. Mai 1912, S. 226

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Die Briefe von Julia und Büro Julia

W.T. Stead nahm Kontakt zu Verstorbenen auf. Er bediente sich der Methodik des automatischen Schreibens. So hielt er u.a. Kontakt zu seinem verstorbenen Sohn und der ehemaligen Journalistin und Herausgeberin Julia Ames. Die Niederschriften, welche durch den Kontakt zu ihr entstanden, veröffentlichte er erstmal in seinem Blatt Borderland. Sie war es auch, die Stead dazu aufgefordert hat, eine Begegnungsstätte von medial begabten Menschen und Trauernden, welche einen geliebten Menschen verloren haben, zu schaffen.

Stead folgte dieser Aufforderung von der verstorbenen Julia Ames und gründetet das Büro Julia. Natürlich wurde er dafür von seinen Kollegen verspottet, denn diese Unternehmung kostete Stead eine Menge Geld. In den drei Jahren, in denen das Büro Julia existierte, wurden weit über 1.000 Kontakte zu verstorbenen Personen aufgenommen, die so auch nach ihrem Tod die Möglichkeit hatten, sich ihren Verwandten und Freunden mitzuteilen, welche sich Hilfe suchend an das Büro Julia gewandt hatten. Alle Beratungen wurden absolut kostenfrei durchgeführt. Darauf hatte Julia Ames in ihren Mitteilungen bestanden. 

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W.T. Stead - Sein letztes Werk - Wahrheit  und Gewissheit aus dem Jenseits

 

 

Seine Tochter Estelle, ebenfalls schreibmedial begabt, 
erhielt von ihrem Vater ein Buch aus dem Jenseits diktiert, 
noch bevor die Titanic-Katastrophe bekannt geworden war 
und sie offiziell von dem Tod ihres Vaters wusste. 
"Die blaue Insel" von Estelle Stead. W.T.Stead beschreibt 
ausführlich, wie er im Jenseits empfangen wurde, 
welche Erkenntnisse und Erlebnisse nach seinem Tod auf 
ihn zugekommen sind und was uns alle erwartet. 
Ein abschließendes Meisterwerk von einem Menschen, der 
sein Leben dem Frieden in unserer Welt und der 
Wahrheit über die "andere Welt" gewidmet hat. 

 

 

 

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